Mythos Würth Industrie Service.

„Immer weiter – aber den Wurzeln treu." Dieser Satz bringt alles auf den Punkt, was die Würth Industrie Service ausmacht. Als Marke. Als Unternehmen. Und als C-Teile Partner. Lassen Sie sich mitnehmen, auf eine Reise, die geprägt ist von Tradition und Innovation.

1945 – Von den Anfängen

Geschichte wird von Menschen geschrieben. Zum Beispiel von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der 1945 die nach ihm benannte Adolf Würth GmbH & Co. KG gründet und damit den Grundstein der Würth-Gruppe legt. Vorher als damalige Division Industrie im Mutterhaus, der Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau, erkennt Reinhold Würth das Potenzial der Belieferung von Industriekunden und den damit verbundenen Wachstumsmarkt. So wird die Würth Industrie Service am 13. Januar 1999 als eigenständiges Tochterunternehmen im Industriepark Würth in Bad Mergentheim gegründet. Der in Deutschland zentral gelegene Industriepark Würth am Standort Bad Mergentheim bietet hierfür die optimale Voraussetzung. Seit über 20 Jahren dient die ehemalige Deutschorden Kaserne nun als Firmensitz der Würth Industrie Service. Als Folge der europaweiten Reduzierung der Streitkräfte Anfang der 90er Jahre wird die Deutschorden Kaserne auf dem Bad Mergentheimer „Trillberg“ stillgelegt, die dort stationierte Panzerbrigade 36 verlegt und 2003 demnach außer Dienst gestellt. Das Kasernengelände wird 1999 von der Würth-Gruppe erworben und von der Würth Industrie Service unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für die Belieferung der Industriekunden zum Europäischen Logistikzentrum ausgebaut.

 

Industriepark Würth 1999
Auf dem Drillberg 1999
Kasernengelände 1994
Kasernengelände 1999
Besichtigung mit Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth 1998
Der Empfang der Würth Industrie Service 1999

2000 – Schritt in die Unabhängigkeit

Am ersten Januar des neuen Jahrtausends übernimmt die Würth Industrie Service die Geschäfte der Division Industrie der Adolf Würth GmbH & Co. KG. 88 Mitarbeiter auf einer Fläche von 122 Hektar scheint zunächst unvorstellbar. Doch die Zahlen und die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre geben den Unternehmensgründern Recht. Möglich wird dieser Schritt durch die gemeinsamen Leistungen aller Kolleginnen und Kollegen. Ein weiterer Meilenstein in diesem Jahr stellt im Februar die Einweihung des Kanban-Logistikzentrums dar. Seine Gesamtfläche beträgt 11.000 Quadratmeter. Auf den insgesamt 9.200 Palettenplätzen und über 100.000 Fachböden ist wahrlich Raum für eine ganze Menge Ware! Am 22. und 23. Juli 2000 ist es so weit: Erstmals präsentiert sich die Würth Industrie Service der breiten Öffentlichkeit mit einem Tag der offenen Tür. Der Ansturm der Besucher ist gigantisch: Über 100.000 Gäste!

 

Einweihung Kanban-Logistikzentrum 2000

Einweihung des Kanban-Lagers 2000

Würth Industrie Service Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür 2000

2001 bis 2005 – Verbesserungen am laufenden Band

Zusammen mit der Liebherr-International Deutschland GmbH gewinnt die Würth Industrie Service 2001 den WIN/WIN-Cup* des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI*). Mit diesem Preis wird jährlich eine Geschäftsbeziehung im B2B-Bereich ausgezeichnet, in der sich Kunden und Lieferanten gleichermaßen als Gewinner betrachten können. 2002 wird der Vertrieb der Würth Industrie Service in die Divisionen Automotive, Cargo, Kanban und E-Commerce unterteilt. Außerdem beliefert die Würth Industrie Service auch Kunden der Würth Schweiz von Bad Mergentheim aus, 2003 übernimmt die Würth Industrie Service die logistische Versorgung von Würth Industrie Frankreich. Zudem beginnt man, auf einer Grundfläche von 2.000 Quadratmetern, das Kanban-Lager um zusätzliche 5.500 Palettenplätze zu erweitern. 15.000 Palettenplätze, 45 Meter Höhe – diese Zahlen lassen aufhorchen. 2004 steht der Plan für eine entsprechende Lagerhalle auf dem Drillberg, woraufhin der erste Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des neuen Hochregallagers (N07) erfolgt. Zu dieser Zeit wird auf dem Drillberg das Wareneingangs- und -ausgangslager als Neubau an das Hochregallager im Gebäude N06 angegliedert. Ab dem Jahresbeginn 2005 werden auch die neuen EU-Länder von Bad Mergentheim aus beliefert, das WINWORK® bekommt Zuwachs. WINWORK® Gesellschaften in Indien und China verdichten das Industrienetzwerk in Asien.

 

Palettenlager

Das neue Palettenlager 2003

Hochregallager Würth Industrie Service

Baufortschritt des neuen Hochregallagers (N07)

2006 bis 2007 – Noch eine Entdeckung. Das Café Waldeck

Das weltweite Industrienetzwerk WINWORK® wächst stetig weiter. Gesellschaften in Brasilien und Südafrika, sowie eine neue Geschäftsniederlassung in Großbritannien verstärken das Industrienetzwerk. Am 21. Februar 2006 erfolgt auf dem Ketterberg der erste Spatenstich zum Umbau des ehemaligen Café Waldeck ins Reinhold Würth Haus. 2007 wird das neue Konferenz-und Veranstaltungszentrum, das Reinhold Würth Haus, feierlich eingeweiht. In diesem Zuge überreicht Oberbürgermeister Dr. Barth im Namen der Stadt Bad Mergentheim ein Straßenschild für die „Reinhold-Würth-Straße“. Ein zweites Hochregallager (N08) wird gebaut und direkt an das bestehende Hochregallager (N07) angebunden.

 

Café Waldeck

Aus dem Café Waldeck 2005 ...

Reinhold Würth Haus

... wird später das Veranstaltungszentrum Reinhold Würth Haus.

2008 bis 2015 – Kontinuierliche Neuerungen

Das Jahr 2009 beginnt mit einer wesentlichen Innovation in der KANBAN-Logistik: Der Entwicklung und Einführung des W-KLT® (Würth-Kleinladungsträger). Es folgt eine Reihe unzähliger Auszeichnungen wie der Deutsche Logistik-Preis 2009 für das Projekt „Modulare Logistik: Die Lösung für Multi-Channel-Vertrieb" oder die Auszeichnung mit dem Bambus-Champion 2010. Hier werden jährlich Unternehmen geehrt, die sich vom Wettbewerb durch überdurchschnittliches Wachstum, Innovation oder andere Erfolgsfaktoren abheben. 2011 folgt die Auszeichnung mit dem WIN-WIN-CUP des Jahrzehntes für die beste Kunden-Lieferanten-Beziehung zwischen dem Liebherr Konzern und der Würth Industrie Service. Auch das Jahr 2012 bringt bedeutende Neuerungen mit sich. Beispielsweise die Überschreitung der Marke von 1.000.000 Artikeln im Industriesortiment, die offizielle Serienreife des neuen Kanban-Behälters W-KLT®2.0 als Weiterentwicklung der Revolution in der Kanban-Logistik, die Einführung des ORSY®mat 3.0 als innovatives Ausgabesystem zur Steuerung der C-Teile-Bedarfe in der Materialwirtschaft oder 2013 das iBin® Kameramodul als ein optisches Bestellsystem, das die gesamte Materialwirtschaft nachhaltig revolutioniert. Das Ziel des iBin® ist es, das C-Teile-Management und die direkte Arbeitsplatzversorgung zu verknüpfen und zu automatisieren – in Echtzeit. Der neue iBin®WP läutet die industrielle Revolution im C-Teile-Management ein: Industrie 4.0 – Der Mensch im Mittelpunkt einer vernetzten Systemwelt. Systeme vernetzen sich – Digital. Real. Transparent. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut, Institut für Materialfluss und Logistik IML, wird 2015 im Rahmen der Kooperation das iDISPLAY entwickelt. Die App CPS®MOBILE eröffnet ein zusätzliches Managementsystem und bietet einen transparenten Informations- und Datenaustausch.

 

W-KLT® – Würth-Kleinladungsträger
W-KLT®2.0 – Würth-Kleinladungsträger 2.0
Kanbanbehälter aus ökologischen Bestandteilen
iBin®: Der erste intelligente Kanban Behälter
iBin®WP: Direkte, vernetzte Arbeitsplatzversorgung
iDisplay & CPS®Mobile: Systeme vernetzen sich

2016 bis 2019 – Blick in Richtung Zukunft

Ist ihre Fabrik wirklich schlank? Vorbei sind die Zeiten, in denen eine C-Teile-Versorgung von Unternehmen durch eine reine Belieferung der geforderten Artikel geprägt war. Vielmehr entwickelt sich der Zulieferer zu einem Partner, der in die Prozesslandschaft von Unternehmen integriert ist, das Unternehmen durch ganzheitliche Systeme, Dienstleistungen und Informationsmedien bei der Vernetzung der digitalen und physischen Welt unterstützt. Seit 2017 erhöht die Erweiterung des Hochregallagers die Lagerkapazität um mehr als 49.000 Palettenstellplätze auf aktuell rund 650.000 Lagerplätze, davon allein 150.000 für Paletten. Das Prüflabor der Würth Industrie Service wird als offizielle Prüfstelle akkreditiert. Weiterhin ergänzt der iPLACER® das RFID-Portfolio. Zum Jahresabschluss erwirtschaftet die Würth Industrie Service erstemals einen Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro. 2018 werden mit CPS®miLOGISTICS neben Standard- und Sonderteilen auch Würth-fremde Artikel in das C-Teile-Management integriert und in die automatisierte Kanban-Belieferung der Würth Industrie Service aufgenommen. 2019 bekommt die Innovationsfabrik Zuwachs: Mit innovativen Automatentechnologien wie dem ORSY®mat WGT sowie ORSY®mat CHE ergänzt die Würth Industrie Service das Portfolio um weitere Lösungen, mit denen Anwender ihre gesamte Lieferkette digitalisieren und transparenter gestalten. Die ORSY® LockBox bietet Unternehmen eine einfache und flexible Lösung, um ihr Regal- und Lagermanagement sicher zu gestalten. Weitere Investitionen zur Standorterweiterung sind in Umsetzung, unter anderem die Erweiterung des Hochregallagers um 30.000 Stellplätze. Der aktuelle Ausbau des Logistikzentrums der Würth Industrie Service schreitet weiter voran. Insgesamt werden von 2018 bis 2020 160 Millionen Euro in die Erweiterungsmaßnahmen für die Versorgungssicherheit der Kunden gesteckt. Das Unternehmen hat die Inbetriebnahme für das Jahr 2020 geplant.

 

Schlanke Fabrik Würth Industrie Service

Ist Ihre Fabrik wirklich schlank? Vom Zulieferer zum vernetzten Partner

Bauvorhaben Würth Industrie Service

Logistikerweiterung in vollem Gang – Investitionen in die Zukunft