Keil- und Radsicherungsmuttern

Keil- und Radsicherungsmuttern bieten vor allem bei Mehrfachanwendung eine hochwertige, montage- und anwenderfreundliche Sicherung für anspruchsvolle Schraubverbindungen. Die Verbindung von Keilsicherungsscheibe und Mutter zu einer Einheit macht Schraubverbindungen bei extremen Vibrationen und dynamischen Belastungen noch einfacher und effizienter.

Aufbau der Keil- und Radsicherungsmutter

Die Keil- und Radsicherungsmuttern werden bereits vormontiert geliefert. Bestehend aus einer Flanschmutter und einer herkömmlichen Keilsicherungsscheibe, bilden diese zwei Elemente eine Einheit, welche unverlierbar, drehbar miteinander verbunden sind. Wie auch bei den Ringsicherungsscheiben ist durch diese vormontierte Verbindung eine lagerichtige und korrekte Anordnung der Keilsicherungsmutter bei jeder Montage und zu jeder Zeit gewährleistet. Die Keil- und Radsicherungsmutter sichert nach dem bewährten Prinzip der Keilsicherungsscheibe.

Vorteile

  • Minimierung des Fehlerrisikos schon während der Konstruktion
  • Minimierung des Fehlerrisikos schon während der Konstruktion
  • Dauerhafte Fixierung und Lagerichtigkeit der Keilsicherungsscheiben
  • Reduzierung der Montagezeit und des Montageaufwands
  • Handlingsvorteile vor allem bei schwer zugänglichen Stellen
  • Reduzierung von Bauteilen
  • Einfache, sichere und schnelle Installation auch für fachfremde Anwender
  • Mehrfachverwendung ohne Qualitätsverlust
  • Die Keil- und Radsicherungsmutter hat eine Festigkeitsklasse von 10, daher anwendbar bei 8.8er und 10.9er Schraubverbindungen

Werkstoffe und technische Eigenschaften:

  • Stahl, Festigkeitsklasse 10
  • Oberfläche Zinklamellenbeschichtung Delta-Protekt KL 100 + Gleitbeschichtung VH302*
  • Korrosionsbeständigkeit: 600 Stunden ohne Fe–Korrosion, Salzsprühnebeltest nach ISO 9227

Sicherungsart

Die Keil- und Radsicherungsmuttern gehören zu der Familie der Losdrehsicherungen

Wichtige Eigenschaften:

  • die Verbindung löst sich nicht
  • die Vorspannkraft bleibt erhalten
  • das Befestigungselement bleibt in der Ausgangsposition
  • die Verbindung bleibt "stabil"

Anmerkung

  • Um die Funktion einer Losdrehsicherung sicherzustellen, muss die Härte des Gegenmaterials geringer sein, als die der Scheibe.
  • Keine Sicherungswirkung bei einer zusätzlichen Verwendung von Unterlegscheiben.

Das Funktionsprinzip:

  • Härtedifferenz
    Oberflächenhärte der Sicherungsscheibe ist im Vergleich zu handelsüblichen Schrauben (Festigkeitsklasse 8.8, 10.9, 12.9) höher.
    - Härte Stahl (durchgehärtet) 485 ± 25 HV0.3
    - Härte Edelstahl (oberflächengehärtet) > 520 HV0.05
    Die Radialrippen an den Außenseiten prägen sich in das Gegenmaterial ein.
    Es entsteht eine formschlüssige Vebindung beim Anziehen der Schraubverbindung.
  • Winkeldifferenz α > β
    Das Sicherungsprinzip beruht auf dem, an den Keilflächen vorliegendenm Winkel a. Für den Fall, dass sich die Schraube selbstständig losdreht, kommt es zu einer Selbsthemmung aufgrund der Keilwirkung (α > β).
    Der Winkel an den Keilflächen ist an den Steigungswinkel der Schraube (ISO Regelgewinde und UNC Gewinde) in der entsprechenden Nenngröße angepasst.
  • Reibungsdifferenz μo > μi
    Die Keilabschnitte an den Trennflächen der beiden Scheibenhälften weisen einen erheblich geringeren Reibungskoeffizienten ûi auf als die verzahnte Außenseite ûo der Scheiben.
    Eine Losdrehbewegung (verursacht durch dynamische Belastungen) führt aufgrund der oben genannten Eigenschaft immer zur Bewegung zwischen den beiden Scheibenhälften und nicht zwischen Scheibe und Gegenmaterial oder Scheibe und Mutter.
  • Vorspannungsdifferenz Fdyn > Fstat
    Eine durch Losdrehbewegung verursachte Dickenausdehnung der Keilsicherungsscheibe führt zur Längung der Schraube.
    Dies führt zur Erhöhung der Vorspannung, es entsteht eine Selbstsicherung der Schraubverbindung.