Reinhold Würth Haus wurde gestern offiziell eröffnet / 2,5 Millionen Euro investiert / Bauzeit von zehn Monaten
Bad Mergentheim. Anlässlich des geplanten Besuches König Wilhelms II. von Württemberg wurde das Café Waldeck am Rande
des Ketterwaldes 1907 im "französischen Mansardenstil" erbaut und am 17. Mai 1907 eingeweiht. Zum Besuch des Königs kam
es jedoch nicht. Gestern wurde an gleicher Stelle 100 Jahre später das Reinhold Würth Haus offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Natürlich von "Schraubenkönig" und Namensgeber Professor Dr. h. c. Reinhold Würth persönlich (wir berichten
in unserer morgigen Ausgabe).
Zufrieden mit dem Bau zeigte sich gestern Wolfgang Rampmaier, Mitglied der Führungskonferenz der Würth-Gruppe. "Das
moderne Kommunikationszentrum hat den Charme des Jugendstils erhalten", so Rampmaier. Mit dem Bau des Reinhold Würth Hauses
unterstreiche die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG ein weiteres Mal die Verbundenheit des Unternehmens mit der
Region und dem Standort Bad Mergentheim. Er lobte das Engagement von Reinhold Würth, der den Bau des Hauses genehmigt habe,
was bei einer Investition von 2,5 Millionen Euro keine Selbstverständlichkeit sei.
Möglich wurde der Bau eines Konferenz- und Veranstaltungszentrums für Würth an derart exponierter Stelle erst dadurch, dass
das Café Waldeck lange leer stand und zu einer Ruine zu werden drohte. Es wurde zwar 1949 nach dem Zweiten Weltkrieg
wieder für die Bevölkerung geöffnet und erlebte eine lange Blütezeit, musste aber 1984 seine Pforten schließen. Das einstige Aushängeschild
der Kurstadt zerfiel zusehends. Nachdem ein im Jahr 1997 gestellter Antrag zur Erweiterung des ehemaligen Cafés Waldeck zum
Café-Restaurant und Hotelbetrieb aufgrund finanzieller Probleme nicht umgesetzt worden war, blieb das Café Waldeck weiter ungenutzt.
2005 entschloss sich die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG zum Kauf des Gebäudes und stellte am 28. September
2005 einen Antrag auf Baugenehmigung für die Errichtung des Reinhold Würth Hauses. Am 21. Februar 2006 erfolgte der
Spatenstich, zehn Monate später war das Werk vollendet. Wie schon bei anderen Bauprojekten wurde auch bei diesem Projekt mit
zahlreichen regionalen Baufirmen zusammengearbeitet, wie der Geschäftsführer von Würth Industrie Service, Rainer Bürkert, hervorhob.
Das Haus soll nun für exklusive Kundenveranstaltungen, Seminare und Schulungen von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden. Auch
andere Firmen sollen das Gebäude nutzen können, für die Öffentlichkeit ist es bei Konzerten zugänglich.
In der Region bekannt als der "Balkon von Bad Mergentheim" bietet das Gebäude neben einem atemberaubenden Blick auf das Taubertal
vier komplett ausgestattete Konferenzräume sowie einen großen Festsaal mit Kaminzimmer. Insgesamt verfügt das Reinhold
Würth Haus über 600 Quadratmeter Nutzfläche. Der erste Stock wurde noch nicht ausgebaut, hier besteht noch
Möglichkeit weiteren Platz zu schaffen.