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Würth / Pressecenter / Pressespiegel
Pressespiegel: Heilbronner Stimme, 02.02.2007


Neuer Glanz für die Kurstadt

Von Manfred Stockburger

Mergentheim Industriesparte von Würth wächst rasant - Café Waldeck ist jetzt das Würth-Haus

Reinhold Würth Haus

Als Reinhold-Würth-Haus beginnt für das geschichtsträchtige Café Waldeck in Bad Mergentheim ein neuer Lebensabschnitt.


In besseren Zeiten war das Café Waldeck das Aushängeschild der Kurstadt Bad Mergentheim. Zur Einweihung vor 100 Jahren hatte sich der württembergische König Wilhelm II. angesagt. Dass er dann doch nicht kam, ist eine andere Geschichte. In seinem neuen Leben heißt das Haus hoch über dem Taubertal nach dem Schraubenkönig Reinhold Würth, der das nach 15 Jahren Leerstand vollkommen zerfallene Anwesen wieder aufbauen ließ - als gute Stube und Kommunikationszentrum für die in Bad Mergentheim ansässige Industrie-Sparte. 2,5 Millionen Euro investierte das Unternehmen in das neue Schmuckstück, dessen Gestaltung sich an den früheren Jugendstilbau anlehnt. Im Gegensatz zum König ließ sich Würth die Einweihungsfeier nicht entgehen.

Baustelle Erweiterung Warenein- und ausgangsgebäude N08

Großbaustelle auf dem Drillberg in Bad Mergentheim: Die Industriesparte von Würth erweitert ihr Hochregallager. Das Geschäft mit Industriekunden ist im vergangenen Jahr um 25 Prozent gewachsen.


Erweiterungsbau

Vom Balkon aus haben die Besucher des Reinhold-Würth-Hauses den Drillberg auf der gegenüberliegenden Seite des Taubertals im Blick, wo die Firma ein früheres Bundeswehrareal Zug um Zug erschließt und in ein leistungsfähiges Logistikzentrum ausbaut. Zurzeit entsteht ein zweites großes Hochregallager, das die Lagerkapazität auf 56 000 Palettenstellplätze verdoppeln soll. Das Investitionsvolumen liegt bei 7,5 Millionen Euro. Nächstes Frühjahr soll die Anlage in Betrieb genommen werden. Vom Gelände der früheren Deutschordenskaserne aus aus werden Kunden in ganz Europa beliefert.

Erst vor acht Jahren war die gerade verselbstständigte Sparte des Konzerns - die Würth Industrie Service versorgt Industriebetriebe mit Kleinteilen und liefert sie bis ans Band - mit zwei Dutzend Mitarbeitern nach Bad Mergentheim gezogen. Aus dem kleinen Pflänzchen ist inzwischen ein Unternehmen mit aktuell über 600 Beschäftigten geworden - das Durchschnittsalter liegt bei 29 Jahren. Im Laufe des Jahres sollen mindestens 50 weitere Arbeitsplätze hinzukommen, sagt Geschäftsführer Rainer Bürkert. Bis 2010 soll die Belegschaft auf knapp 800 angewachsen sein.

Bereits jetzt ist die Würth-Gruppe zum zweitgrößten Arbeitgeber der Stadt Bad Mergentheim avanciert. Neben Würth Industrie sitzt im Gewerbepark auf dem Drillberg auch die IT-Sparte. Insgesamt arbeiten in Bad Mergentheim inzwischen 850 Würth'ler. Im Zuge der Einweihung des Reinhold-Würth-Hauses revanchierte sich die Stadt mit der Umbenennung der Zufahrtsstraße in Reinhold-Würth-Straße.

Ohne unternehmerische Vorleistungen der gibt es im Würth-Konzern Investitionen wie den Umbau des ehemaligen Cafés nicht. Die hat das Würth-Industrie-Team in Form von steil wachsenden Umsätzen gebracht: Allein im vergangenen Jahr haben die Kanban-Spezialisten den Umsatz nach vorläufigen Angaben um 25 Prozent auf 161,5 Millionen gesteigert. Die Kundenliste ist beeindruckend: So setzt der Baumaschinenhersteller Liebherr auf die Hohenloher, aber auch regionale Firmen wie EBM-Papst, Wittenstein oder R. Stahl. Bis 2010 hat sich Geschäftsführer Rainer Bürkert die Ausweitung des Geschäfts um weitere 100 Millionen Euro vorgenommen.

Engpassfaktor Personal Zum Engpassfaktor entwickelt sich derweil die Suche nach Mitarbeitern. "Es ist schwierig, in den Logistikberufen qualifizierte Leute zu bekommen", sagt Wolfgang Rampmaier, der bei Würth weltweit Verantwortung für die Industrie-Sparte trägt. "Wir müssen die Menschen überzeugen, dass Logistik etwas ist, wo man den Kopf in vollem Umfang braucht." Auch in der Ausbildung ist die Firma deswegen sehr aktiv: Im laufenden Jahr soll die Zahl der Auszubildenden von 45 auf 60 gesteigert werden.

Weltweit ist die Industriesparte laut Wolfgang Rampmaier mittlerweile in 33 Ländern aktiv, zuletzt sind Gesellschaften in Brasilien, Südafrika, China und Indien hinzugekommen. Die 2300 Beschäftigten hätten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 506 Millionen Euro erwirtschaftet, was einem Wachstum von 16 Prozent entspricht.



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